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Welche Lernmedien werden eingesetzt?

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MOOC: E-Learning an Schulen – Betrachtung der organisatorischen Rahmenbedingungen

Im Rahmen der Entscheidungsfindung welche Lernmedien, Lerntechnologien und Lernformen verwendet bzw. eingesetzt werden sollen, sollten alle Personen und Institutionen beteiligt werden, die auf die endgültige Entscheidung maßgeblichen Einfluss haben.

Es gilt sich einen Überblick zu verschaffen, welche Interessengruppen bzw. Personen, sogenannte Stakeholder, es gibt, wie diese zu berücksichtigen und entsprechend im Entscheidungsprozess einzubeziehen sind.

Unter portal.eco-learning.eu haben Sie Zugriff auf alle Inhalte des MOOC „E-Learning-Projektmanagement an Schulen“. Sie können direkt einsteigen. No. Lektionen: 31.

In der folgenden Abbildung sind alle Stakeholder-Gruppen aufgeführt, die bei der Entscheidung bezüglich Einführung / Nutzung von E-Learning an der Schule relevant sind:ECO_MOOC_Projektmanagement

Quelle: MMB Institut 2010

Die Stakeholder im Einzelnen:

·        Schulleiter
Wichtigste Funktion im Anschaffungsprozess, denn die Schulleiter fällen letztendlich die Entscheidung.

·        Lehrer, der die IT-Anlagen der Schule betreut
Wichtiger Ratgeber aufgrund ihrer Erfahrung als Anwender.

·        Lehrerkollegium
Möglichst viele Mitglieder des Kollegiums sollten der Bildungsmaßnahme offen gegenüber stehen. Wichtig wäre es hier herauszufinden, welche Lehrer bereits an Fortbildungen im Bereich „Medien-Didaktik“ bzw. E-Learning teilgenommen haben, oder in ihrer Freizeit begeisterte Internetnutzer sind.

·        Referendare
Können im Rahmen ihrer Ausbildung bereits über Kenntnisse und Erfahrungen im Einsatz von E-Learning verfügen, die sie an der Hochschule im Rahmen der Lehrerausbildung kennengelernt haben.

·        Eltern & Schüler
Innovative Lernmethoden bzw. eine hochwertige technische Ausstattung der Schule kann für die Schulwahl ausschlaggebend sein. Im Rahmen einer Schulkonferenz können Eltern wie Schüler auf Entscheidungen bzgl. technischer Ausstattung Einfluss nehmen. Auch sollten Fördervereine in Trägerschaft von Eltern und/oder ehemaligen Schülern nicht vergessen werden, besonders wenn es um finanzielle Unterstützung geht.

·        Schulträger
Je nach Bundesland ist der Schulträger bei einer Kommune oder einem Regierungsbezirk angesiedelt. Diese bestimmen die Budgets, über die ein Schulleiter verfügen kann und kontrollieren die getätigten Ausgaben. Schulträger sind auch in der Lage Anschaffungen für mehrere Schulen zu bündeln, wie beispielsweise die Anschaffung von Lernsoftware.

·        Kommunale / Regionale Rechenzentren
Wenn es um technologische Fragestellungen und Software-Beschaffung geht, werden die Schulträger durch kommunale bzw. regionale Rechenzentren beraten. Die Rechenzentren können auch die für die Schulen wichtigen Dienstleistungen wie Hosting (Verwaltung der Hard- und Software) und den technischen Support übernehmen können. Dadurch steuern sie auch die Entscheidungen für bestimmte Produkte, da sie nicht für alle Angebote am Markt die gleichen Dienstleistungen anbieten können.

·        Land / Schulministerium
Eine zentrale Rolle bei der Beschaffung von schulischen Lernsystemen spielen die Schulministerien der Länder. Neben der Anschaffung von Software-Landeslizenzen für alle Schulen können sie auch Fördermittel zur Verfügung stellen.

·        Schulmedienberater der Landesinstitute
Sie haben direkten Bezug und Zugriff auf die Schulen ihres Zuständigkeitsbereichs und kennen die Ansprechpartner in den Schulen.

·        Verlage / weitere Inhalte-Anbieter
Verlage und andere Inhalte-Anbieter (z.B. Bildungsplattformen für Lehrer) haben eine Steuerungsmöglichkeit durch Struktur, Preisgestaltung und Umfang ihrer Inhalte. Sind diese kompatibel zu bestimmten Lernmanagementsystemen und/oder existieren bereits Kooperationen mit Software-Anbietern, spricht das auch der Perspektive des Schulleiters für die Beschaffung von Inhalten (Content) und der dazu passenden Software, wenn der Preis der Inhalte akzeptabel ist.

·        Stadt- oder Landesmedienzentren / Bundeszentrale für politische Bildung
Ob man auf Inhalte von externen Anbietern angewiesen ist, hängt auch von den Inhalte-Service-Einrichtungen für Schulen in Trägerschaft von Kommunen, Ländern oder Bund ab. Sind hier ausreichend kostenlose Ressourcen vorhanden, die auch zu bestimmten Lernsystemen passen, beeinflusst dies die Entscheidung für oder gegen Inhalte von Verlagen, aber auch für oder gegen ein bestimmtes Lernsystem.

Gamification in MOOCs

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Eine Herausforderung bei MOOCs ist die Abbrecherquote. Um den Lerner zu motivieren, den MOOC auch komplett abzuschließen, kann man verschiedene Game-basierte Elemente verwenden. Eine Auswahl wird im Folgenden dargestellt.

Wenn an einen MOOC im „story mode“ konzipiert, sollte man den gesamten MOOC in dieser Form gestalten. Story-ähnliche Elemente bilden die Basis, holen den Lerner in seiner Welt ab und stellen so eine gewisse Emotionalität her. Statt einer Lernzieldefinition kann man beispielsweise gleich zu Beginn eine herausfordernde Aufgabe stellen und alle wöchentlichen Aufgaben werden im selben Story-like-Stil gestellt.

Badges, Levels und Points sind eine weitere Möglichkeit, spielerische Elemente in den MOOC zu integrieren. Mit jeder erfüllten Aufgabe, mit jedem abgeschlossenen Modul, mit jedem erfolgreich absolvierten Test oder Quiz kann der Lerner z. B. Badges sammeln und wird so zum Weitermachen motiviert.

Die Einbindung eines Karma-Systems ermöglicht die qualitative Bewertung des Teilnehmers. Das kann auf zwei Wegen erfolgen.

  • Forum-Karma: Im Forum kann man ein „upvote-downvote“-System implementieren, um sowohl die Interaktivität anzuregen, als auch die Qualität der Beiträge zu steigern.
  • General-Karma: Ein zusätzlicher Algorithmus, der Forum-Karma, Badges/Points und weitere Ergebnisse mit einbezieht, kann ein „User general karma“ abbilden.

Nachholbedarf bei Computernutzung an deutsche Schulen

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Deutsche Schulen stehen bei der Computernutzung im internationalen Vergleich an letzter Stelle. Das ist das Ergebnis einer Studie des International Computer and Information Literacy Study (ICILS) unter Leitung von Prof. Dr. Birgit Eickelmann und Prof. Dr. Wilfried Bos.

Dabei kann man den Schulen an sich nicht unbedingt einen Vorwurf machen. Es gibt bereits viele positive Initiativen, aber oft mangelt es an der finanziellen Ausstattung. Damit die E-Learning-Projekte an Schulen rund laufen, benötigt man aber nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch ein gutes Projektmanagement.

Der MOOC des EU-Projektes ECO beschäftigt sich deshalb mit diesem Thema. „E-Learning-Projektmanagement in Schulen“. Hier werden praktisch und anschaulich die wichtigen Schritte eines E-Learning-Projektes aufgeführt und erklärt. Folgende Inhalte werden vermittelt:

• E-Learning – was ist das eigentlich? – Grundlagen, Begriffe, aktuelle Entwicklungen
• Bedarfsanalyse: was wird benötigt?
• Konzeptentwicklung: pädagogisch, organisatorisch, technisch
• Planung: was wird benötigt und welche Ressourcen braucht man dazu?
• Implementierung: Systeme einführen, Durchführung vorbereiten
• Durchführung: E-Learning-Konzept umsetzen
• Evaluation: den Erfolg des Konzeptes messen

Neben der Vermittlung von Inhalten ist aber auch der Austausch zwischen Teilnehmern und Moderatoren sehr wichtig. Ziel ist, gegenseitig von Erfahrungen zu lernen und zukünftig sogar selbst in der Lage zu sein, einen MOOC zu entwickeln.

Besonders wird darauf Wert gelegt, den MOOC auch mobil über Smartphone oder Tablet nutzen zu können. In Forum werden die wichtigen Fragestellungen gemeinsam diskutiert. Der MOOC ist für alle Teilnehmer kostenlos.

Registrieren Sie sich jetzt unter https://portal.eco-learning.eu/